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Lassen wir zum Thema Weltuntergang 2012 einen echten Wissenschaftler zu Wort kommen: Dr. Michio Kaku. Er ist einer der populärsten Wissenschaftler der USA.

Dr. Kaku berichtet, dass wenn man in Fachkreisen von Außerirdischen spricht, dann geht es nicht um kleine grüne Männer, sondern um 3 Kategorien von Zivilisationen: Typ 1, 2 und 3.

Eine Typ 1-Zivilisation ist eine, die den Heimatplaneten beherrscht, also eine “planetare” Zivilisation. Sie kontrolliert das Wetter, Erdbeben, Vulkane, baut Städt auf und im Ozean. Sie hat den Planeten im Griff.

Der zweite Typ Zivilisation ist “stellar”. Sie hat sämtliche Energie des Planeten verbraucht und holt sich neue Energie vom Mutterstern (Sonne). Und zwar nicht mit ein bisschen Solardach, sondern per direkter Abschöpfung von Sonnenstürmen, Sonneneruptionen und so weiter – alles, um ihre riesigen Maschinen zu betreiben. Irgendwann erschöpfen sie auch ihre Sonne, und dann werden sie “galaktisch”.

Die Typ 3-Zivilisation nutzt schließlich die Energie von Millarden von Sonnen innerhalb ihrer Galaxie. Zur Veranschaulichung: X-Men wäre Typ 1, Star Strek mit der Planetenföderation wäre Typ 2, und Star Wars mit dem galaktischen Empire wäre Typ 3.

So ungefähr. Und wo stehen wir? Welcher Typ sind wir hier gerade auf der Erde? Antwort: Wir sind Typ 0. Typ Zero. Nada. Wir sind noch nicht mal auf der Skala drauf. Wir holen uns Energie nicht von Sternen oder der Sonne, sondern von toten Pflanzen: Öl und Kohle und Gas.

Aber es ist absehbar, dass wir Typ 1 irgendwann erreichen: Dr. Kaku in ca. 100 Jahren. Er sagt, Anzeichen für diese historische “Transition” finden sich täglich in der Zeitung… und er fühlt sich privilegiert, gerade jetzt zu leben, nämlich in der wichtigsten Phase der Entwicklung der menschlichen Rasse – dem riskanten Übergang von Typ 0 zu Typ 1.

Die Europäische Union wäre z.B. ein Anfang für global-planetarisch ausgerichtetes Wirtschaften. Handelsblöcke schließen sich zusammen, und EINE Handelssprache kristallisiert sich heraus (englisch). In Zukunft werden alle Menschen neben Ihrer Muttersprache auch die Typ 1-Sprache sprechen (wahrscheinlich englisch). Ebenso wird es eine Typ 1-Weltregierung und eine Typ 1-Weltkultur geben (Hollywood, Jeans, Pasta, Sushi, Fußball). Und das Internet ist das Typ 1-Ding schlechthin.

Es gibt aber auch Gegner dieses Übergangs, sagt Dr. Kaku: “Terroristen”. Die haben Angst vor Typ 1, sie wollen nichts mit einer gemeinsamen planetaren Zivilisation zu tun haben.

Doch viel wichtiger ist das hier: Der Übergang von Typ Null auf Typ 1 ist der wichtigste von allen Übergängen – denn es ist alles andere als klar, ob wir ihn schaffen werden. Es reicht ein Blick in den Weltraum, und wir sehen: Keinerlei Typ 1 bis 3 da draußen, nirgendwo!

Mathematiker sagen, es müsste Tausende von Typ-1-2-oder-3-Zivilisationen da draußen geben. Aber bisher: nix. Und das liegt eben daran, dass der Übergang zu Typ 1 so wahnsinnig GEFÄHRLICH ist. Möglicherweise gingen bisher alle Versuche schief – bei uns und anderswo. Kann sein dass wir es auch (diesmal) nicht schaffen! Und es ist ein Rennen gegen die Zeit. Wir Menschen haben hohe Ideale und moralische Ziele – aber gleichzeitig Massenvernichtungswaffen und Terroristen. Es gibt ohnehin genug Hindernisse auf dem Weg zu Typ 1. Kann sein, dass wir in eines Sackgasse geraten und nur eine Apokalypse bekommen.

Vielleicht schaffen wir es aber trotzdem und fliegen in ein paar hundert Jahren mit Raumschiffen zu anderen Planeten und finden dort nuklear verstrahlte oder stark aufgeheizte Atmosphären vor… weil es die Lebewesen dort eben (auch) nicht schafften…

So, jetzt aber mal was richtig Geiles: Dr. Kaku ist der Ansicht, dass wenn eine Zivilisation Typ 2 erreicht, sie unsterblich wird. Nichts könnte eine Typ 2-Clique zerstören, nicht mal eine Sonnenexplosion – sie würden die Expolsion einfach unterbinden oder direkt mit dem Planeten wegziehen.

Und wenn man Typ 3 erreicht, dann wäre man wohl in der Lage, das Schicksal der gesamten Galaxie zu bestimmen. Man würde dann “sich selbst reproduzierende Roboter” aussenden, und sie zu den Gestirnen der Galaxie schicken, dort landen lassen. Dann würden die Roboter dort Fabriken bauen und darin neue Roboter produzieren und diese sich weiter in der Galaxie verteilen, bis es Trilliarden von Robotern auf ALLEN Planeten und Kometen und Monden und Asteroiden gibt. Diese Roboter würden dort liegen und einfach nur warten – und zugucken, wenn eine Typ 0-Zivilisation zu einer Typ 1-Zivilisation wird. Und evtl. eingreifen?

Das ist auch die Grundidee vom Film 2001 – Odyssee im Weltraum. Die “Roboter” sind die schwarzen Monolithen. Typ 0-Geschöpfe (Affen, Mondastronauten) treffen auf Typ 3. Schöne Sache. Kann aber sein, dass es uns noch viele Jahre kosten wird, so einen monolithischen Roboter zu entlarven – und geschweige denn irgendwann selber galaktisch zu werden…

Fazit: Wir leben in der entscheidenden Phase der Geschichte der Menschheit. Wir können es verbocken und als Planet draufgehen, oder wir können den Sprung nach oben schaffen. Das Jahr 2012 fällt genau in diese Phase. Es ist also ein nicht ganz unwichtiges Datum…

Eines der Schlüsselwörter in Sachen 2012 heißt APOKALYPSE. Das Schockwort Apokalypse ist ein altes griechisches Wort und bedeutet OFFENBARUNG. Das wissen die meisten nicht. Wie kommt es, dass die meisten von uns mit dem Wort Apokalypse einen schrecklichen, katastrophalen Weltuntergang in Verbindung bringen? Sind wir alle bescheuert? Oder was ist hier los? Schauen wir mal genau hin.

Eine der Ursachen für diese negativen Verknüpfungen ist die “Offenbarung des Johannes”, des letzten Buches (Evangeliums) im Neuen Testament. Diese sehr spezielle christliche Offenbarung des Johannes ist voller Plagen, Unglücke, Katastrophen, sieben Siegeln, sieben Posaunen, dem TIER, den Erzengeln, Fluten, Unwettern, Kriegen, Hunger und so weiter.

Kann gut sein, dass Johannes nur das verkündet, was alle Menschen denken und fühlen, sobald ihnen etwas unvorhergesehenes Schreckliches widerfährt, nachdem sie seit Ewigkeiten in immerselber Routine ihr Leben verrichteten. Gedanken wie: “Oh Gott… der Tod ist allmächtig, fürwahr, nichts überlebt, aber auch gar nichts, nicht mal eine Zivilisation, also MUSS auch die Welt ein Ende haben.” Dieser Glaube ist weltweit verbreitet.

Bamberger Apokalypse (c) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons

Fortgeschritten Verängstigte mit Hang zu Optimismus und Geschichtsstudium machen einen Schritt weiter und wissen, dass jeder Untergang den Beginn von etwas Neuem mit sich bringt (hoffentlich). Und das Neue ist durchaus begrüßenswert. Diese “Glück im Unglück”-Sichtweise wird jedoch nicht von allen Menschen oder Kulturen geteilt. Denn diese Auslegung ist sehr anstregend, denn man kann sich nicht auf die faule Haut legen, denn man muss immer wieder NEU aufbauen.

Zum Beispiel die Sintflut. ALLE alten Kulturen haben davon berichtet, sogar das Alte Testament der Bibel, eine der jüngeren Aufzeichungen der Geschichtsschreibung. Die Sintflut war das absolute Ende. Wer damals nach einer Woche noch hysterisch auf seinem Dach saß und vor sich hin kicherte, weil er nicht ertrunken war, starb dann eben zwei Wochen später an Schnupfen. Am Ende war es allein Noah, der mit seiner Arche überlebte und eine neue, tugendreichere Menschheit begründete.

Was noch? Atlantis zu Beispiel, von Platon schriftlich ins Spiel gebracht, war innerhalb von einer Nacht und einem Tage von der Landkarte verschwunden – und das OBWOHL es eine angeblich überaus überlegene Zivilisation gewesen war.

Pompeij beeindruckte vor allem die Römer und stand für den Zorn der Götter – und dafür, dass alles wacklig sei.

Tja, die Apokalypse, sie war immer ein Thema, entweder als Strafe Gottes für die Sünden der Menschen, oder – im Gegenteil – als göttliche Vorsehung einer Heilsgeschichte, als LETZTES KAPITEL eines rettenden Plans, den man für uns alle auserkoren hat. Das mit den Strafen ist heute nicht mehr modern. Das mit den Plänen, die man mit uns hat, ist hingegen weiterhin ein beliebtes Gedankenspiel (Aliens kommen und programmieren einen, oder so, sehr modern).

(c) Mbdortmund http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/

Genau diese beiden Richtungen, nämlich (a) “Es folgt die Strafe Gottes, hinweg mit der verruchten Menschheit!” und (b) “Ihr könnt Euch Gottes Gnade nicht erwehren. Make Love not War!” geben die beiden religiösen Färbungen an, die auch in der 2012-Diskussion vorherrschen, sobald man die Apokalypse mitdenkt. Die einen sagen dann: “Das war’s. Hat keinen Zweck. Wir sind erledigt. Lass uns einen trinken gehen.” Die anderen sagen: “Wir haben ein Schweineglück. Wir sind auserwählt. Ich kann’s gar nicht erwarten. Aber vielleicht sollte ich bis dahin lieber nichts trinken.” Was für ein Prosit.

Abseits von Religion gibt es auch noch genug Wissenschaftler, die uns warnen, ohne uns die Bibel vor die Nase halten zu müssen. Auch sie haben eine Mission: Sie warnen vor Weltuntergang aufgrund von Klimakollaps, Völkerwanderung, Gentechnik, Atomkrieg, Hunger oder Schweinegrippe. Ist im Grunde aber auch alles Religion, und ziemlich übertrieben.

Denn wir können ja in Wahrheit von Glück reden, dass bisher von allen 70.000 hergestellten Atombomben nur 2 jemals gezündet wurden, der Temperaturanstieg nur 3 Grad betragen wird, Völkerwanderung die Sache nur noch spannender macht (wie schon 20 mal zuvor), Gentechnik bald eine Lachnummer sein wird (funktioniert nämlich nicht), Hunger überraschenderweise schlank und gesund machen kann (nein, kein Zynismus) und die Schweinegrippe höchstens eine willkommene Diagnose ist, aufgrund derer man sich zwei Wochen lang krank schreiben lassen kann und endlich mal dazu kommt, diese verdammten 4 Bücher zu lesen.

Pentagon und 2012

Pentagon und 2012

Apokalypsen gibt es seit Tausenden von Jahren. Alle paar Jahre werden sie verkündet. Zu Recht. Die Apokalypse ist wichtig, sie ist allgegenwärtig, sie ist zweierlei: Eine verzweifelte Warnung und Ausrede angesichts von Hilflosigkeit – und ein Hinweis darauf, dass sich die Dinge ändern werden, und dass man sich eben selbst helfen muss (hat das Leben so an sich).

Und wenn man einsieht, dass die Dinge sich immer nur dramatisch ändern können, nicht schrittweise, sondern immer SPRUNGHAFT umwälzend (weil dies ein grundlegendes Gesetz der Natur ist — der Mensch handelt erst, wenn es spät ist, das kann man ihm nicht vorwerfen, es ist seine Natur — sein Willen und seine Kraft zum Neubeginn ist hingegen unübertroffen und einzigartig), dann ist Apokalypse ein logischer und notwendiger Baustein der menschlichen Vorherrschaft auf diesem Planeten und der Entwicklung des Lebens auf dieser Welt.

Davor kann man sich fürchten oder man kann sich darauf freuen. Wie auf eine Weisheitszahnoperation.

Das gleiche gilt für 2012.

PS: Apokalypse = Offenbarung… WESSEN Offenbarung eigentlich? Woher haben die Propheten das Wissen von der Offenbarung? Woher stammt sie? Und was sagt sie?

Ist DIE Offenbarung am Ende unsere ganz eigene Offenbarung, also von uns selbst für uns selbst, vom Menschen für den Menschen, eine Nachhricht von uns an uns selbst, konserviert und wiederholt und neu aufgebrüht seit Urgedenken? Selbst wenn wir den schlimmsten Fall annehmen, und annehmen müssen, dass die Nachricht an uns selbst lautet: “Die Menschheit ist dazu bestimmt, sich selbst zu vernichten”, dann hat man die Rechnung ohne den Menschen gemacht. Denn der Mensch ist (Achtung:) frei. Er hat also die Wahl.

Und das bedeutet, dass er die Wahl hat, sein Schicksal nicht zu akzeptieren.

Im Spiegel (31/2009) wird Hollywood-Regisseur Roland Emmerich in Bezug auf den 21.12.2012 folgendermaßen zitiert: “Wahrscheinlich wird es nicht zum Untergang kommen”.

Und dass, obwohl er in Tokyo seinen 2012-Film präsentierte, ein Werk von Sony Entertainment. Und wir wissen ja, Sony hat sich mit dem Aufbau der 2012-Vernichtungskulisse alle Mühe gegeben (u.a. mit der Pseudogründung des Pseudo-Instituts für “Human Continuity” inklusiver entsprechender Website). Emmerich darf also eigentlich nicht zuviel verraten. Deswegen hat er auch drei Wissenschaftler mitgebracht, die den Journalisten darlegten, inwiefern das Maya-Datum und Weltenchaos zusammenhängen.

An diesem Tag in Tokyo gab es eine beinahe totale Sonnenfinsternis, und die Japaner waren froh, dass sich nicht schon wieder eins der vielen Erdbeben auf die Tagesordnung drängte. Sie guckten trotzdem oft genug in den Himmel, schrieb der Spiegel, in bester 2012-Manier. Und dass die Japaner bei Weltuntergangs-Szenarien wie 2012 schneller aufhorchen als andere, ist einzusehen. Denn so schnell vergessen die nicht, dass vor ziemlich genau 64 Jahren die Apokalypse auf Nagasaki und Hiroshima niederging.

Finsternis 2012? (c) Michael Zapf http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/

PS: Termine für Sonnenfinsternisse 2012 sind übrigens: 20. Mai 2012 (Pazifik, Asien, Nordamerika – ringförmige Finsternis) und 13. November 2012 (also kurz vor dem magischen Datum 21.12.2012, und zwar in Australien, Neuseeland, Südpazifik und Südamerika…. Maya-Land)