2012 “wieder” ein Weltuntergang?
Gewaltige Bilder dazu, wie unsere Welt 2012 untergehen wird, geistern derzeit durch die Kinos. Da spucken Supervulkane, brechen Kontinente auseinander und die höchsten Gipfel werden von einer Flutwelle im nassen Nichts versenkt. Ganz gewaltig und total. Warum? Ende des Maya Kalenders samt düsteren Prophezeihungen für die Menschen unter uns.
Ja, aber der aufmerksame Beobachter weiss – für die jüngere Vergangenheit wurden ähnliche Weltuntergangs-szenarien beschworen. Zum Beispiel zur Jahrtausendwende. Pessimisten befürchteten den Zusammenbruch aller Computersysteme und warnten vor katastrophalen Zuständen. Alldieweil man den Rechenmaschinen nicht zutraute, den Datencode auf 2000 umzustellen. Aber außer ein paar fälschlich ausgestellten Skipässen irgendwo in den Alpen ist nichts Erschütterndes passiert.
Man kann noch weiter graben: Anhänger des Schriftwerks “Doomsday 1999″waren sich sicher, dass zur Jahrtausendwende der Weltuntergang eingeläutet würde. Oder eine Bewegung der 1990-er Jahre erwartete aus dem gleichen Grund Erdbeben, Seuchen, Polsprünge und sinkende Kontinente. Got it?
80-er Jahren Voraussagen zum “Jupiter Effect” oder zu kreuzenden Planeten gehören in die gleiche Gruppe. Apokalytische Untergangsprophezeihungen für die letzten Jahrzehnte, die allesamt nicht statt gefunden haben.

Streng genommen sind in der erforschten Geschichte der Erde ganze zwei alles-auslöschende-Katastrophen eingetreten: die Sintflut, die uns aus einigen Schriftstücken bekannt ist und der angenommene Meteorit, in dessen Folge die Dinosaurier ausstarben.
Keine völlig befriedigende Bilanz. Aber nach Adam Riese, den Gesetzen der Logik und der höheren Mathematik ist die Wahrscheinlichkeit, dass 2012 die Welt untergehen wird, gleich Null. Na, wer sagts denn?
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nein die welt wird auf keinen fall untergehen ,, es wir aber was passieren,, aber kein weltuntergang!!
da bin ich mir kanns sicher ..
… ja, ich bin auch der Auffassung, das die Erde nicht zerstört wird, obwohl dies in den letzten Jahrzehnten (Hiroshima/Nagasaki) gar nicht so sicher war.
Ein Problem bei der Diskussion des “Weltuntegangs” sehe ich in der Definition des Begriffs.
Wer meint was mit “Weltuntergang”. Hier wird oft unsauber komuniziert auch von seiten der Moderatoren. Es werden einfach zwei oder mehrere Bedeutungen des Begriffs zusammengerührt und dadurch unnötig Angstemotionen erzeugt. Die schlimmste Version ist die, der Zerstörung des Planeten. Die andere Version ist die, der Zerstörung der Spezies Mensch. Eine weitere Version ist die Zerstörung der “noch” vorhandenen Kultur der menschlichen Zivilisation. Und noch eine weitere Version ist das Absterben der “noch” vorhandenen Denk-Paradigmen.
Es bedarf unbedingt einer sachlichen Differenzierung. Mit dem Pauschalbegriff “Weltuntergang” um sich zu schlagen könnte den Anschein erwecken, dass es hier um Effekthascherei geht und nicht um ehrliche Kommunikation.
Wenn man von dem Untergang der momentanen menschlichen Kultur spricht, so wäre dies gar nicht so weit hergeholt wie man aus der Geschichte erkennen kann ( Ägypten, Rom, …).
Kulturen kamen und gingen und das immer wieder! ( Aber Achtung: Es geht nicht um die Auslöschung der Menschheit sondern um den Niedergang ihrer derzeitigen Kultur).
Jetzt könnte man noch diskutieren, ob der Untergang der vorhandenen Kultur ein Vorteil oder ein Nachteil für die Evolution der menschlichen Spezies wäre. Sich gegen den Untergang dieser Kultur zu sträuben bedeutet, das man der Meinung ist, die Menschheit hätte schon den Gipfel ihrer Evolution erreicht, was extrem unwahrscheinlich ist, man blicke nur in die Nachrichten.
Die Geschichte zeigt, das eine Höherentwicklung der Spezies mit ständigen Kulturzusammenbrüchen und Neuentwicklungen einherging. Daher verstehe ich die aufgeregte Diskussion um 2012 nicht ganz. Die Wahrscheinlichkeit dass diese momentane Kultur untergeht ist eigentlich so sicher wie das AMEN in der Kirche. Die einzige Frage ist das wann. 2012 ?
Paar Jahre weniger oder mehr – was macht das schon aus?
Eine Diskussion, die sich nicht um den Sinn des Ganzen kümmert, sondert sich nur an ein paar Jahreszahlen festbeißt – dieser Diskussion geht etwas abhanden, nämlich das Wesentliche!