Entwicklung ab 1970
die Entwicklung ab 1970
In China
1972 Kam es zu einer wissenschaftlichen Studie von eine gemischte Gruppe Schulmedizinern und traditionell arbeitenden chinesischen Medizinern aus Qu Jing, einem Ort in der Provinz Yunnan.
Dies wurde die erste Aufzeichnung von Jiaogulan in der modernen chinesischen Medizinliteratur.
Später, im Jahr 1987, kam es zu einer zweiten Studie von 16 Wissenschaftler unter der Leitung des Pathologen, Professor Jialiu Liu. Diese Studie wurde unterstützt durch die Regierung Guizhou. Sie beauftragten das Guiyang Medical College eine Studie bzgl. der natürlichen Resourcen aus der Region zu machen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die diese boten, zu untersuchen.
Es wurden über 100 Pflanzen untersucht. Später hat man sich nur noch auf Jiaogulan konzentriert, weil man entdeckt hatte, dass Jiaogulan viele therapeutische und gesundheitsunterstützende Eigenschaften besaß. Das hatte zur Folge, dass im Huiyang Medical College sowie in verschiedenen anderen chinesischen Krankenhäusern, Jiaogulan bei verschiedenen Behandlungen angewandt und getestet wurde.
In Japan
Auch in Japan ist Jiaogulan als einheimische Pflanze bekannt. Dort wird diese Pflanze “Amachazuru” genannt. “Ama” bedeutet süß, “che” bedeutet Tee, und “zuru” bedeutet Rank oder Weinstock. Dieser Name (Süßteeranke) charakterisiert das Erscheinungsbild der Pflanze sehr gut.
Auch in Japan war diese Pflanze, genauso wie aus der Ming Dynastie, in den Bergregionen von Japan bekannt als eine süße Tee-und Gemüsepflanze.
Die große Entdeckung von Jiaogulan erfolgte Mitte der 70er Jahre in Japan.
In Japan war Jiaogulan oder Amachazuru ebenfalls nicht bekannt, aber so wie überall in der Geschichte geschehen die großen Entdeckungen durch Menschen die durch wissenschaftliche Neugierde und harte Arbeit getrieben werden.
In den ‘60’er Jahren war es in der wissenschaftlichen Welt, bei vielen Wissenschaftlern, ein Modetrend, einen Süßstoff als Alternative zum Zucker zu finden. Obwohl man Saccharide schon viele Jahre kannte, war man auf der ständigen Suche nach neuen Möglichkeiten zur Herstellung bzw. Extraktion von Süßstoff.
Dr. Masahiro Nagai, Professor in der Pharmakologie an der Hoshi Pharmaceutical University in Hoshi, erzählt von seiner Entdeckung der medizinischen Eigenschaften der Amachazuru- Pflanze.
“Ich hatte zwei Jahre am “National Institut for Health” in den USA (1969-1971) gearbeitet, wo wir viele wissenschaftliche Untersuchungen nach der Möglichkeiten von Stevia als Süssungsmittel gemacht hatten. Stevia ist ein sicheres alternatives Süßungsmittel für Zucker aber enthält selbst keinen Zucker.
Als ich nach Japan zurückkehrte, entschloss ich mich, die Inhaltstoffe von einer anderen Pflanze, der Amachazuru, zu lokalisieren, da ich durch meine Pharmakognese wusste, dass diese Pflanze süßende Eigenschaften besaß”.
Bei der Analyse der süßen Bestandteile der “Amachazuru” stieß Dr. Masahiro auf eine merkwürdige Entdeckung bezüglich der wahren Inhaltstoffe von Amachazuru. Er stellte fest, dass Amachazuru viel der gleichen Inhaltstoffe wie “Pantax Ginseng” hatte, obwohl es sich um eine völlig andere Pflanze handelte. Im Jahr 1976 machte er seine Entdeckungen bei einer Zusammenkunft der japanischen Vereinigung von Pharmakologen in Hiroshima bekannt.
1977 lasen Prof. Takemoto und sein Forschungsteam die Untersuchungsergebnisse von Dr. Masahiro Nagai über Amachazuru und veranlassten weitere Studien nach den Inhaltstoffen dieser Pflanze. Nachdem er selber Amachazuru analysiert hatte, kam er zu dem Ergebnis, dass Amachazuru vier der gleichen Saponine wie Pantax Ginseng hatte. In den nächsten zehn Jahren entdeckte er bei weiteren Forschungen, dass die Amachazuru 82 verschiedene Saponine besaß, wobei Pantax Ginseng nur 28 Saponine kennt.
Das merkwürdige an der Geschichte ist, dass es sich hierbei um zwei völlig verschiedene Pflanzen handelt mit jedoch den gleichen wichtigen Inhaltstoffen, den Saponinen; ein Stoff, der sowohl in Fett als in Wasser löslich ist. Wenn man sie in Wasser auflöst und schüttelt dann schäumen diese.
Im Pantax Ginseng werden die Saponine Ginsenosiden” genannt. In Jiaogulan (oder Amachazuru) nennt man diese Gypenoside.
Prof. Takamoto und sein Team gaben den lokalisierten Saponinen eine Nummer von 1 bis 82.
In 1989 starb Prof. Takamoto und mit ihm ging auch die Begeisterung, mit der er die Untersuchungen über Amachazuru gemacht hatte, verloren.
Aber inzwischen war auch bei den Wissenschaftlern in China das Interesse nach Jiaogulan gewachsen. Man erkannte immer mehr, dass in den südlichen Teilen Chinas, dort wo Jiaogulan wächst, der Anteil an 100 Jährigen überdurchschnittlich hoch ist und die Krankheitsrate sehr niedrig.
Dies hatte zur Folge, dass Ende der 70er Jahre viele Wissenschaftler Untersuchungen starteten.
Die wissenschaftlichen Studien über die gesundheitliche Wirkung von Jiaogulan haben bis heute noch kein Ende gefunden und viele pharmakologische und therapeutische Eigenschaften sind untersucht und aufgeschrieben.
Inzwischen sind mehr als 300 Seiten in verschiedenen renommierten medizinischen Zeitschriften über Jiaogulan publiziert worden.
Aus medizinischer Sicht kann man sagen, dass der Wirkungsbereich von Jiaoglan in zwei Bereiche einzuteilen ist. Als erstes hat Jiaogulan eine adaptogene Wirkung und der zweite Bereich besteht aus einer stark anti-oxidativen Wirkung.















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