Die NASA mischt sich ein: 2012 wird kein Weltuntergang statt finden, sagt sie. Totaler Bullshit, dieses 2012. Das verkündet (ohne das Wort bullshit zu benutzen) Wissenschaftler der NASA auf Ihrer Webseite. Dort haben sie beruhigende Antworten auf die wichtigsten 2012-Fragen geliefert.

Das 2012-Phänomen sei nur ein “big hoax”, also eine Riesen-Ente. Und es sei eine Riesen-Angstmacherei.

Die höchste Instanz der Weltraumexpertise gibt bekannt, dass weder ein Planet Nibiru unterwegs zur Erde ist, noch ein Meterorit gesichtet wurde. Mit anderen Theorien vom Planeten X oder spontanen Polsprüngen wird auch aufgeräumt.

Der Ansturm an Zuschriften und panischen Nachfragen muss enorm sein. Gerade jetzt parallel zum Start des 2012-Films von Roland Emmerich. Die europäische Pendant zur Nasa, die ESA, hat sich hingegen noch nicht zu Wort gemeldet.

In einem Anti-2012-Video auf der Seite des Instituts für Astrobiology kann man sich eine Kurzversion der Entwarnung ansehen. Die Message an alle Besorgten: “Don`t worry. Please, don`t worry.”

Jeder halbwegs aufgeweckte Verschwörungstheoretiker MUSS jetzt aufspringen und sagen: “Ha! Wenn die Nasa dementiert, dann muss was im Gange sein. Wenn eine Regierungsbehörde Luft rauslässt, mehr oder weniger ungefragt, dann ist was im Busch.”

Aber das hier ist kein 2012-Verschwörungs-Blog, sondern ein 2012-Beobachter-Blog. Von daher: aufspringen muss heute jemand anderes.

Der 2012-Film ist da. Es ist an der Zeit ins Kino zu pilgern.

Es ist aber auch an der Zeit, eins klarzustellen: Es ist NICHT der große teure 2012-Film, der die 2012-Bewegung ausgelöst oder groß gemacht hat. Im Gegenteil: Es ist die ureigene Kraft des 2012-Mythos, und die Millionen Suchanfragen bei Google und die vielen Blogs und 2012 Foren, der Hollywood überhaupt erst auf das ganze Thema aufmerksam gemacht hat.

Natrülich hat Sony Pictures mit dem Fake-Institut for Human Continuity kräftig nachgeholfen und ganz schön viel Verarsche betrieben.

Sony Pictures und der optisch wirklich begabte Roland Emmerich sind auf einen Zug aufgesprungen, der zu einem der größten Kassenerfolge der letzten Jahre werden wird. Jede Wette.

Wer möchte nämlich nicht sehen, wie jeder einzelne Zentimeter dieses Planeten in schöner Augenweidenart auseinandergenommen wird? Ich will es! Ist befreiend.

Hier ist übrigens der 2012-Teaser.

Und sagt einem dann, wie schön wir es hier haben. Und dann wird wieder fleißig 2012 gegoogelt. Jede Wette, again.

So long, und viel Spaß mit dem Pocorn!

Jedenfalls nicht 2012. Sondern 2220. Ganze 208 Jahre später als allgemein angenommen.

Mit dieser schrägen Meldung protzte die Berliner Morgenpost. Demnach hat ein deutscher Archäo-Astronom (hä?) (Ahhh!) nachgewiesen – anhand einer der drei erhaltenen Maya Kodizes – dass wir alle die Wasservorräte wieder auspacken und die Bunker wieder verkaufen können… aber lest selbst:

Der von den Maya prophezeite Weltuntergang könnte noch ein Weilchen länger auf sich warten lassen als von manchen vermutet – weil sich die Maya-Kultur selbst wahrscheinlich später entwickelt hat als bislang angenommen. Zu diesem Schluss ist der Archäoastronom Andreas Fuls von der Technischen Universität Berlin gekommen, wie die Hochschule berichtet.


maya zeitrechnung 2012

Zunächst hatte er astronomische Beobachtungen wie Mond- und Sonnenfinsternisse und den Stand der Venus studiert, welche die Maya in Kalendern und Monumenten festgehalten hatten. Anschließend versuchte er, diese Ereignisse mit Hilfe von Computeralgorithmen an unsere Zeitrechnung anzupassen.

Dabei fiel dem Forscher ein Zeitpunkt besonders ins Auge: An einem Tag hatten die Maya drei seltene astronomische Ereignisse zugleich beobachtet, nämlich Wintersonnenwende, Neumond und die Venus, die sich das erste Mal in einem neuen Zyklus als Morgenstern zeigte. Diese Kombination war so ungewöhnlich, dass Fuls sie eindeutig auf den 19. Dezember des Jahres 830 n. Chr. datieren konnte.

maya 2012 Kalender

Bislang hatten Maya-Forscher dieses und die anderen dokumentierten astronomischen Begebenheiten 208 Jahre früher datiert. Stimmen Fuls Erkenntnisse, würde sich die Ära der Maya um eben diese Zeitspanne verschieben – und damit auch der von dem mittelamerikanischen Volk prophezeite Weltuntergang. In Fachkreisen rief der Wissenschaftler mit seinen Ergebnissen einigen Unmut hervor, was ihn jedoch nicht weiter wundert: „Ich habe eben einen Status quo angegriffen, und die Diskussion hat gerade erst begonnen“, sagt Fuls.

Unterstützung erhielt er hingegen beispielsweise von einem spanischen Schriftenkundler, der nach der bislang angenommenen Zeitrechnung immer auf eine Lücke von rund 200 Jahren gestoßen sei, wie Fuls berichtet. Darüber hinaus ließen die bislang angewendeten wissenschaftlichen Methoden zur Datierung von Fundstücken häufig einen zeitlichen Spielraum: Für die Radio-Carbon-Methode etwa gelte eine Ungenauigkeit von rund 150 Jahren, argumentiert Fuls und betont: „So taggenau wie die Astronomie ist einfach keine andere Methode.“

Und das ist die Quelle:

http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1201424/Forscher-verschiebt-prophezeiten-Weltuntergang.html

Und das ist mein Kommentar:

Ist natürlich kein Zufall, dass am Vorabend des Filmstarts von 2012 ein Forscher mit der Faust auf den Tisch haut.

2012 Film

Das Datum des Weltuntergangs steht für einige fest: 21.Dezember 2012. Wenn es denn wahr sein soll, dass unsere Welt dem Untergang geweiht ist, so hilft alles Bangen nichts. Wir müssen vorsorgen.

Dafür ist das heutige Thema gut geeignet: ein plötzlicher Klimakollaps, der sich als Eiszeiteinbruch äußert. Richtig. Genau andersherum: nicht Wüstensturm und Landunter, sondern Schockfrieren alles Lebendigen bei minus 50 Grad. Stichwort: Versiegen des Golfstroms.

Eiszeitkatastrophe2012

Es gibt Hinweise, dass Teile unseres Klimasystems eher nach dem Schalterprinzip als nach einer Skala funktioniert. Wenn ein bestimmtes Temperaturlevel erreicht wird, könnte es einen sogenannten “Abrupten Klimawechsel” verursachen. So gab es während der letzten Eiszeit drastische Temperaturwechsel im Nordatlantikraum, welchen die Klimaforscher mit einer Achterbahnfahrt vergleichen.

Wer es anschaulich mag, der sehe sich den Film “The Day After Tomorrow” an. Zeigt den Weltuntergang in Folge einer plötzlichen Eiszeit in den USA und Europa. Dieser Katastrophenfilm ist von Roland Emmerich – der gleiche Regisseur des “2012″-Films übrigens.

Vom Weltuntergang im Dezember 2012 haben die meisten Maya-Erben noch nichts gehört. Sie reagieren ungläubig bis unwillig auf die Prophezeiungen von Katastrophen und Massensterben zum Endpunkt des Maya-Kalenders.

Die Flut der Theorien und Spekulationen wird dennoch weiter wachsen, denn nächsten Monat kommt auch der 2012-Film bei uns in die Kinos.

Den Maya wird auch das egal sein – sie haben ganz andere Sorgen.

Katastrophe2012Mehr dazu unter diesem Link.

Im Spiegel (31/2009) wird Hollywood-Regisseur Roland Emmerich in Bezug auf den 21.12.2012 folgendermaßen zitiert: “Wahrscheinlich wird es nicht zum Untergang kommen”.

Und dass, obwohl er in Tokyo seinen 2012-Film präsentierte, ein Werk von Sony Entertainment. Und wir wissen ja, Sony hat sich mit dem Aufbau der 2012-Vernichtungskulisse alle Mühe gegeben (u.a. mit der Pseudogründung des Pseudo-Instituts für “Human Continuity” inklusiver entsprechender Website). Emmerich darf also eigentlich nicht zuviel verraten. Deswegen hat er auch drei Wissenschaftler mitgebracht, die den Journalisten darlegten, inwiefern das Maya-Datum und Weltenchaos zusammenhängen.

An diesem Tag in Tokyo gab es eine beinahe totale Sonnenfinsternis, und die Japaner waren froh, dass sich nicht schon wieder eins der vielen Erdbeben auf die Tagesordnung drängte. Sie guckten trotzdem oft genug in den Himmel, schrieb der Spiegel, in bester 2012-Manier. Und dass die Japaner bei Weltuntergangs-Szenarien wie 2012 schneller aufhorchen als andere, ist einzusehen. Denn so schnell vergessen die nicht, dass vor ziemlich genau 64 Jahren die Apokalypse auf Nagasaki und Hiroshima niederging.

PS: Termine für Sonnenfinsternisse 2012 sind übrigens: 20. Mai 2012 (Pazifik, Asien, Nordamerika – ringförmige Finsternis) und 13. November 2012 (also kurz vor dem magischen Datum 21.12.2012, und zwar in Australien, Neuseeland, Südpazifik und Südamerika…. Maya-Land)

Hier der 2012-Trailer in (endlich) deutscher Version.

Scheiße, der neue Trailer von Roland Emmerichs Weltuntergangs-Film 2012 ist online. Wie zu befürchten, geht alles kaputt. In tollen Bildern und ohne lange um den heißen Brei herumzufilmen. So realistisch, dass es weh tut.

Klar, ist ja nur ein Film. Aber was sollte jeder unbedingt über Hollywood wissen? Da gibt es doch diese kleine Geschichte von den alten Druiden, die vor Tausenden Jahren in Europa (und vielleicht auch woanders) die Geschicke bestimmten. Merlin, der Zauberer an Arthurs Tafelrunde, war der letzte große Name von ihnen, nur noch getoppt von Miraculix aus den Asterix-Filmen. Alle diese Druiden hatten – und jeder schlechte Zauberer der Neuzeit hat einen: den Zauberstab. Ach, Harry Potter auch?

Nun ist es ja so, dass dieser Zauberstab (englisch: “magic wand”) aus einem bestimmten Holz sein musste, damit er zaubern und verzaubern kann. Er musste aus “heiligem Holz” sein. Und da haben wir unser “Holy Wood”. Ist zwar nur eine Gescchichte eines Wortes, sagt uns aber folgendes: Hollywood ist der Zauberstab, mit dem die Welt (naja, sagen wir das weltweite Kinopublikum) verzaubert wird. Oder verhext. Fragt sich nur, wer in diesem Bild der große alte weise Druide ist. Und warum er bis 2012 wartet, um sich zu zeigen.

2012 wird ein dickes Ding

2012, der Film also, zaubert uns den Untergang der Welt herbei. Kann sein, dass uns jemande etwas damit sagen will, vielleicht der alte große versteckte Druide. Kann sein, dass dieser Druide die Welt beherrscht. Möglich aber auch, dass es keinen Druiden gibt, sondern nur den Wunsch der Menschen nach Zerstörung der Welt, wie wir sie kennen. Warum wünscht man sich so etwas? Weil man nicht klarkommt? Oder weil man was besseres will, was anderes?

Man hat also die Wahl zischen Okkultismus (“Der versteckte Druide beherrscht uns alle”) und Verzweiflung (“Ich wünschte die Welt wäre anders”). Beides sind Zeichen einer großen Angst. Vielleicht sollte man der Angst keine Chance geben – und aus Prinzip diesen 2012-Film nicht gucken.

2012 weltuntergang apokalypse

2012 weltuntergang apokalypse

Achtung: Ihr müsst bis zum Ende lesen. Dort kommt der Hammer.

Verstörend kommt inzwischen die Website des Institus für Human Continuity daher. Dort im Intro erklärt, dass Wissenschaftler sich inzwischen darüber einig sind, dass einige globale und kosmische Entwicklungen im Jahr 2012 kulminieren werden – und dass die Welt wie wir sie kennen mit einer Wahrscheinlickeit von 94% zerstört wird.

Das ist eine beeindruckende Zahl. Das Institut führt im Introvideo aus, dass diese Ereignisse nicht abgewendet werden können. Und dass es nur noch darum gehen kann, zu überleben – damit das Ende zu einem Anfang wird… für diejenigen wenigen, die sich selbst auserwählen und Vorkehrungen gegen 2012 treffen. Dann wird erneut die 2012 Lotterie ins Spiel gebracht, von der ich schon berichtet habe.

Das wirklich verstörende sind die tollen Animationen, die sich das Institut hat erstellen lassen. Die kann man auf der Website anklicken und auf sich wirken lassen. Sämtliche 2012 Untergangsszenarien werden dort – als wäre die NASA persönlich mit am Graphikcomputer gesessen- aufbereitet und zum Konsum angeboten. Mit solchen Szenarien lassen sich bestimmt noch mehr Jünger gewinnen.

2012 und Planet X - Quelle: Institute for Human Continuity

2012 und Planet X - Quelle: Institute for Human Continuity

Zum ersten mal gesehen habe ich den Beitrag über die unterirdischen Städte, die das Institut bauen will. Angeblich habe man sich ehemalige Raketensilos im Himalaya von führenden Regierungen gesichert…

Die Seite kommt absolut seriös rüber und hat laut meiner Einschätzung jede Menge Besucher (100.000 pro Monat schätze ich). Und wenn man genau hinschaut, dann findet man irgendwann ganz unten den Hinweis darauf, wer Urheber dieser Website ist: Sony Pictures.

Dieses Institut, meine Damen und Herren, ist ein klammheimlicher, grandioser Marketingschachzug eines grandiosen amerkanisch-japanischen Filmkonzerns, der seinen kommenden Film “2012″ schon Monate vorher in die Köpfe pflanzt. Nur darum geht es hier. Man braucht eine Weile um es zu kapieren.

Ich finde es großartig.

Sony, Hut ab.

Städte brennen - Quelle: Institute for Human Continuity

Städte brennen - Quelle: Institute for Human Continuity

Habe gestern auf Empfehlung von Eddi “Knowing” angeguckt, einen düsteren, naja, Katastrophenfilm mit einigen heftigen Schock-Horrorelementen. Brennende Menschen und blonde Zombie-Engel. Ich weiß nicht genau, ob es ein 2012-Film ist. Aber es ist endlich mal ein Film, der sich zum Thema “Sonnenaktivität” äußert. Denn hier geht es darum, dass die Erde vernichtet wird, weil die Sonne eruptiert und alles schön verbrennt. Eine schreckliche Vorstellung. Am Ende kommen entpuppen sich die Zombies als feinstoffliche Aura-Engel und nehmen die beiden Kinder-Hauptfiguren mit an Bor dund fliegen ins Paradies, um dort neu anzufangen. Noah lässt grüßen, wegen der Sonnensintflut, aber auch Adam und Eva. Die Engel sind ziemlich High-Tech, und die Erde nach dem Film ziemlich am Ende. Aber wie gesagt, es gibt Engel die das vorher wussten, und die kamen um ein paar Menschen zu retten. So gesehen klingt das auch nach 2012. Denn 2012 steht für irgendwas. Nur, wofür?

Ich hätte da mal eine Frage:

“WIE WÜRDEN DIE REGIERUNGEN UNSERES PLANETEN 6 MILLIARDEN MENSCHEN AUF DAS ENDE DER WELT VORBEREITEN?”

Na? Naa?

“GAR NICHT.”

Ist das nicht geil?
Mit diesem yeah yeah! skandalösen Werbeslogan schwappt seit kurzem der Trailer von Roland Emmerichs neuem Film “2012″ über den großen Teich. Hier ist er, fast live und in Farbe:

Irgendwie lag es in der Luft, dass irgendein kalifornisches Filmstudio auf den 2012-Zug aufspringt. Andererseits: Wo stünden wir ohne Hollywood? Wir wüssten so gut wie gar nichts. Oder?